Category: Language Linguistics Writing In German

By Anna Schiefler

Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Literaturwissenschaft - Skandinavien und Island, word: 2,0, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Institut für Fremdsprachliche Philologien), Veranstaltung: Phantastische Literatur, Sprache: Deutsch, summary: Die Kurzgeschichte "Das Modell Coppelia" der dänischen Autorin Dorrit Willumsen erzählt vordergründig achronologisch von dem Kennenlernen und der Entfremdung eines Ehepaares und beinhaltet dabei auch Themen, die sich der Phantastik zuordnen lassen.

Ausgehend von Todorovs Theorie über die phantastischen Literatur wird die Erzählung deshalb vom Standpunkt verschiedener Theorien, die sich mit dem Phantastischen befassen, heraus betrachtet. Hierzu werden zunächst einzelne Themen herausgearbeitet sowie ergründet, wie diese eingesetzt und welche Wirkungen mit ihnen erzielt werden.

In einem zweiten Schritt wird auf die Farbgestaltung in der Erzählung eingegangen. Die Autorin verwendet an manchen Stellen ihrer Kurzgeschichte Farbadjektive, am auffallendsten ist hierbei wohl die immer wiederkehrende blaue Farbe. Auch hier möchte ich die Stellen, an denen Willumsen aktiv auf die Wahrnehmung der Leser einwirkt, näher auf ihre Funktion hin untersuchen.

Zuletzt befasse ich mich mit dem Modell Coppelia, dahinter verbirgt sich mehr als nur der Titel der Kurzgeschichte, denn zugleich ist ein Modell auch immer eine Vorlage und so stellt sich die Frage, wer diese Vorlage entworfen und auf wen sie angewendet werden soll.

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By Sascha Fiek

Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, word: 1,3, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Deutsches Seminar II), Veranstaltung: Literatur um 1900, Sprache: Deutsch, summary: Nachdem die Frage behandelt worden ist, warum das Thema des Todes für Rilke und ebenso für Malte Laurids Brigge eine besondere Rolle spielt, wurden verschiedene Ar-ten des Sterbens besprochen, wie sie in den Aufzeichnungen zu finden sind. Dabei hat sich gezeigt, dass Malte eine tiefe Abscheu gegen diejenige artwork zu sterben hegt, die ihm im modernen Leben der Großstadt begegnet. Dort sterben die Menschen aus seiner Sicht einen einsamen, anonymen und trostlosen Tod, der im starken Kontrast zu seiner Vorstellung eines „eigenen Todes“ steht, wie er anhand der Kindheitserinnerungen an den Tod der Großeltern aus der Linie der Brigges dargestellt wird.
Gleichzeitig konnte aber auch gezeigt werden, dass die negativen Erfahrungen, die Malte in Paris macht, für diesen zugleich auch einen Erkenntnisgewinn bedeuten. Nur durch die Betrachtung des Elends und der damit einhergehenden Beschäftigung mit der eigenen Angst vor dem Tod kann Malte seine Liebe zum Leben entdecken. Aus dieser Liebe entwickelt sich auch die Hoffnung, durch die Arbeit als Dichter eines Tages die Einheit von Leben und Tod zu begreifen und damit die probability zu bekommen, über den eigenen Tod hinauszudenken, used to be für Malte eine neue shape der Existenz fernab der grausamen Gegenwart bedeuten würde.

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By Doreen Friebe

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, notice: 2,0, Technische Universität Dresden (Institut für Germanistik / Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und Kulturgeschichte), Veranstaltung: Literatur und Technik, 30 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Die literarische Technikforschung verspricht sich, wie gezeigt werden wird, vom Blick in die Geschichte mit Hilfe von literarischen Erzeugnissen wichtige Anregungen für die Diskussion um die technologische Entwicklung und der mit ihr einhergehenden Bedürfnisse, Sorgen und Ängste der Menschen.
Der Blick auf die Literatur der Jahrhundertwende um 1900 ist dabei besonders interessant, da diese Zeit geprägt battle von einer rasanten Aufeinanderfolge technischer Fortschritte, wie sie ja auch heute – wenngleich auf anderem Niveau – zu verzeichnen ist.
Franz Kafka kannte die Jahrhundertwende und damit auch die technischen Erscheinungen und Neuerungen der Zeit aus eigener Anschauung und entwirft in seinem Roman „Der Verschollene“ ein Bild der modernen Technikwelt des von ihm nie besuchten, „zeitgenössischen“ Amerikas.
Die Fragen, die sich stellen, sind: Wie stellt Kafka die moderne Industrie- und Technikwelt am Beispiel Amerikas dar und wie ist diese Darstellung zu bewerten? Inwiefern veranschaulicht Kafka die Auswirkung der von ihm dargestellten Technisierung auf den Menschen und welches Ziel ist damit verbunden?
Zur Beantwortung dieser Fragen soll, nach einem anfänglichen Blick auf die Kafka- und die Technikforschung, zunächst herausgestellt werden, welches Verhältnis der Versicherungsjurist und Schriftsteller Franz Kafka zur Technik hatte und used to be er über Amerika wusste. Dem soll sich ein detaillierter Blick auf die Technikdarstellungen im Roman anschließen. Die Technikbilder sollen dabei nicht ihrem chronologischen Auftauchen im Roman nach geordnet werden, sondern nach thematischen Schwerpunkten. Die Interpretation des Textes soll dabei vorwiegend textnah und textimmanent erfolgen, zum Teil unter Einbeziehung des biographischen und realgeschichtlichen Hintergrundes von Franz Kafka.
Auf der foundation dieser examine der Technikbilder des Romans soll verdeutlicht werden, dass Kafka hier eine deutliche Technikkritik entwirft.
Schließlich soll ein allgemeiner Blick auf die USA-Bilder des Romans geworfen werden, um abschließend die Frage zu beantworten, wie realistisch die Amerika-Darstellung Kafkas eigentlich ist. Es ist ein Irrtum, wenn guy der weit verbreiteten Meinung glauben schenkt, dass Franz Kafka zu Lebzeiten ein großer Unbekannter in der literarischen Welt oder gar ein verkanntes Genie war.

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By Nicole Henschel

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, notice: 2,7, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für deutsche Literatur), Veranstaltung: Wolfram von Eschenbach: Parzival, 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: In den ersten Jahren des thirteen. Jahrhunderts schreibt Wolfram von Eschenbach sein wohl bedeutendstes Werk – den „Parzival“ nach der französischen Vorlage von Chrétien de Troyes „Le Roman de Perceval ou Le Conte du Graal“. Er schafft damit ein Werk, welches in seventy five vollständigen und bruchstückhaften Handschriften überliefert ist , und reiht sich so in den Kanon der mittelalterlichen Literatur ein.
Es ist schwer, sich aus einem so vielschichtigen und bedeutungsvollen Werk nur einen kleinen Teil heraus zu nehmen und diesen näher zu betrachten, weil es so viele interessante und erläuterungswürdige Aspekte im „Parzival“ gibt. Ich habe mich für die Figur des Anfortas entschieden, da sie mir als eine der wichtigsten Figuren erscheint, ohne welche die Handlung des „Parzival“ so nicht zustande hätte kommen können. Parzival kann nur Anfortas die erlösende Frage stellen, die das zentrale Motiv der Parzivalsage darstellt.
Ich werde mich im Verlauf meiner Arbeit auf die Fassungen von Chrétien de Troyes und Wolfram von Eschenbach stützen, und versuchen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten an dem Gralskönig herauszuarbeiten. Des Weiteren werde ich die Leiden des Anfortas mit dem Kosmos in Zusammenhang bringen, hier jedoch kann ich mich nur auf die Wolframfassung berufen, da der kosmologische Aspekt bei Chrétien nicht vorhanden ist.
Zitieren werde ich nach den Ausgaben von Karl Lachmann und Felicitas Olef-Krafft , wobei ich aus der Wolframfassung die Zitate in Mittelhochdeutsch angeben werde, die Zitate aus der Fassung von Chrétien jedoch zum besseren Verständnis in Deutsch und nicht in Altfranzösisch.

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By Christoph Hermes

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, be aware: 1,3, Justus-Liebig-Universität Gießen, Veranstaltung: ‚Leselust und Evolution’ oder von Glück, Spannung und Unterhaltung in Literatur und movie, 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Michel Houellebecq, dessen Romane über die Grenzen Frankreichs hinweg für Debatten und Kontroversen sorgten, ist der Repräsentant einer neuen Autorengeneration. Besonders sein Buch Elementarteilchen fand große Resonanz, in dem er ein Zeitalter der metaphysischen Wandlung beschrieb, dessen Errungenschaft - die Genmanipulation - die menschlichen Beziehungen und schließlich den Menschen selbst verändert. Im Erscheinungsjahr 1998 löste der Roman ein immenses Presseecho aus, das von der Attestierung großer Ambitionen bis hin zum Pornographie-Vorwurf reichte: Wie ist dieses ‚Phänomen Houellebecq’ zu fassen? used to be macht Elementarteilchen für den Leser so interessant? Wie wird hier Leselust erzeugt?
Neben der Textanalyse und Ausführungen zum Autor und seinem Werk, folgt die Interpretation und schließlich die Thematisierung von Houellebecqs subtilen Mitteln zur Erzeugung von Leselust. Im Fazit werden die Einzelergebnisse zusammengetragen und anschließend bewertet.

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By Anja Vitting

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, be aware: 2,0, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Germanistsische Srachwissenschaft), Veranstaltung: Fremd- und Lehnwörter im Deutschen, Sprache: Deutsch, summary: Seit einigen Jahren besteht seitens der Öffentlichkeit ein reges Interesse an sprachlichen Themen. Nicht nur Zweifelsfälle der Orthografie, sondern auch das Auftreten von Fremdwörtern in Fernsehsendungen, der Werbung, Zeitungsartikeln und teilweise auch in alltäglichen Kommunikationssituationen erhitzen immer wieder die Gemüter. Die vielfachen Debatten um Sprachbenutzung, Sprachpflege und Sprachrichtigkeit werden allerdings vorwiegend von selbsternannten Sprachschützern bedient. Im Verlauf der letzten Jahrzehnte entstanden zahlreiche Gesellschaften zum Schutz und zur Pflege der Sprache, wie beispielsweise der Verein Deutsche Sprache (VDS). Im Mittelpunkt des sprachpflegerischen Bestrebens dieses Vereins steht vor allem der Kampf gegen Fremdwörter bzw. Anglizismen. Nach Ansicht des VDS trage ihr übermäßiger Gebrauch zum Sprachverfall bei und zerstöre die Schönheit der deutschen Sprache. Aus diesem Grund gibt der VDS einen in regelmäßigen Abständen aktualisierten Anglizismenindex heraus, der ein breites und zum Teil recht amüsantes Angebot an Übersetzungsvorschlägen für ‚überflüssige‘ Fremdwörter darstellt. Sprachgesellschaften dieser artwork sind allerdings keine Erfindungen der Gegenwart, bereits im 17. Jahrhundert befasste sich die in Weimar gegründete Fruchtbringende Gesellschaft nach Vorbild der Accademia della Crusca mit der Förderung des Deutschen. Doch während guy sich zu dieser Zeit darum bemühte, die deutsche Sprache als eigenständige gesprochene und geschriebene Sprache gegen das Französische und das Latein durchzusetzen, sehen die heutigen Sprachschützer ihre Muttersprache durch das Englische bedroht.
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung der Sprachgesellschaften und Fremdwortdiskurse ab 1945. Dabei sollen ausgewählte deepest sowie staatlich gestützte Institutionen und Vereine vorgestellt und ihre Positionen zum Anglizismengebrauch näher untersucht und beleuchtet werden. Den Einstieg in das Thema bildet zunächst ein kurzer Überblick über die entstehungsgeschichtlichen Hintergründe der Sprachgesellschaften vom 17. Jahrhundert bis 1945.

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By Eva Wißkirchen

Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, word: 1,0, Freie Universität Berlin (Peter-Szondi-Institut), Veranstaltung: Vertiefungsmodul 321a: Goethes Bilderwissen, Sprache: Deutsch, summary: Die Arbeit ermöglicht im Nachvollzug der Gedanken ein Verständnis des ansonsten schwer zugänglichen, kryptischen Essays „Zur Schlußszene des Faust“ von Theodor Adorno, und leistet so auch einen Betrag zur Widerlegung der oft gehörten those von der Unverständlichkeit der Adornoschen Gedankengänge.

Georg Lukács schreibt in „Die Seele und die Formen“: „Der Essay spricht immer von etwas bereits Geformtem, oder bestenfalls von etwas schon einmal Dagewesenem, es gehört additionally zu seinem Wesen, dass er nicht neue Dinge aus einem leeren Nichts heraushebt, sondern bloß solche, die schon irgendwann lebendig waren, aufs neue ordnet.“ Theodor Adorno zitiert diesen Abschnitt zustimmend in seinem die „Noten zur Literatur“ eröffnenden „Der Essay als Form“. Dementsprechend behandelt auch der später im Band folgende Essay „Zur Schlußszene des Faust“ keinen ganz neuen Gedanken, sondern ist eine Verknüpfungsarbeit. Adorno verknüpft die Gedanken anderer, vornehmlich Goethes, Hegels, Mahlers und der jüdischen Mystiker.
Gemäß dem in „Der Essay als shape“ dargestellten Wesen des Essays beleuchtet Adorno diesen Gedanken von verschiedenen Seiten. Die höchst interessanten Beziehungen, die er dabei zu dem von anderen Gedachten knüpft, werden meist lediglich angedeutet, und oft geschieht selbst das nur sehr subtil. Die vorliegende Arbeit soll daher in erster Linie diese Beziehungen nachweisen und erläutern. Dabei soll zum einen die Schlüssigkeit dieser Beziehungen kommentiert werden, zum anderen wird auch versucht werden, Verbindungen zu knüpfen, die Adorno vielleicht gar nicht im Sinn hatte, die der textual content aber zu knüpfen ermöglicht.
Alexander Kluge sagte in seiner Rede anlässlich der Verleihung des Adorno-Preises 2009, eines der Hauptthemen Adornos sei die Verschränkung von Inhalt und shape: „Die shape, sagt er, erzeugt die Sache. Und die Sache regiert die Form.“ Das kann guy auch an dem hier behandelten Essay „Zur Schlußszene des Faust“ feststellen, beispielsweise an den Stellen, die den Klang eines Wortes im Zusammenhang mit seinem Inhalt reflektieren, oder im Phänomen der Anschaulichkeit einer Idee. Diese beiden Punkte besonders hervorzuheben ist ein Nebenanliegen der Arbeit.

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By Nathalia Rölli

Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, notice: 1,3, Universität Augsburg, Sprache: Deutsch, summary: Kann sich die Bedeutung einer Geschichte durch Wechsel des Erzählers ändern? Mit dieser Frage beschäftigt sich die nachfolgende Arbeit. Homers „Odyssee“ wurde etwa im eight. Jahrhundert vor Christus verfasst, Ovids „Metamorphosen“ zirka 800 Jahre später. Beide sind einflussreiche Werke, die auch heute immer noch rezipiert werden. Im vierzehnten Buch zitiert Ovid die Odyssee, indem er die Verwandlung Odysseus‘ Gefährten, nicht aus Odysseus‘ Perspektive, sondern aus Macareus‘ Sicht schildert.

Insbesondere richtet sich die nachfolgende examine auf die Differenz der beiden subjektiven Perspektiven aus: Wie unterscheidet sich die Darstellung der Hauptcharaktere Odysseus, aber vor allem auch Kirke? Gibt es relevante inhaltliche Unterschiede, beziehungsweise Änderungen in den Darstellungen der Geschehnisse? Welche Bedeutung haben die Verwandlung, sowie die spätere Rückverwandlung an sich und in Bezug auf das ganze Werk?

Dabei liegt der Fokus auf den narrativen Elementen der Geschichte und erarbeitet so die unterschiedlichen Kerngedanken, die den beiden Erzählungen zugrunde liegen. Obwohl diese Arbeit auch den Zusammenhang zwischen den Verwandlungen und dem ganzen Werk sucht, fokussiert sie sich auf die Geschichte, von dem Erreichen der Gefährten auf Kirkes Gelände bis hin zum Verlassen von Kirkes Gestaden.

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By Anonym

Examensarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, be aware: 2,,0, Universität Stuttgart, Sprache: Deutsch, summary: „Im Vergleich zu den relativ geschlossenen und stabilen Systemen der
Grammatik wird der Wortschatz als offenes und unstabiles System
bezeichnet. Auf keiner Ebene ist die Sprache so starken Veränderungen unterworfen wie im Bereich des Wortschatzes. In jeder Sprache kann guy zu jeder Zeit ein „Kommen und Gehen“ von Wörtern beobachten“ (Braun 1998: 158, 179).

Zahlreiche Ursachen liegen vor, die zur Zunahme von Wörtern, additionally zum Ausbau des Wortschatzes, führen: neue Dinge müssen benannt werden, Gegenstände werden detaillierter differenziert, Fachwissen wird der Allgemeinheit vermittelt (z. B. im Bereich der Medizin und der Wirtschaft), politische Internationalisierung (Lehnwortschätze) (vgl. Braun 1998: 179f.). Die Erweiterung des Wortschatzes vollzieht sich hauptsächlich mit Hilfe von Wortbildung und Wortbildungsmitteln. Eine Möglichkeit der Wortbildung ist die Komposition (vgl. Braun 1998: 166f.).

Gründe für die Zunahme von Komposita sind der „Benennungsbedarf in verschiedenen Lebensbereichen sowie das Streben nach sprachlicher Differenzierung in vielen Sach- und Fachbereichen“ (Braun 1998: 170). Des Weiteren spielen dabei die Tendenz zur Sprachökonomie eine Rolle ebenso stilistische Gründe, da viele Komposita eine Aussage prägnanter zur Geltung bringen können als umständliche Wortgruppen (der Hund der Polizei: der Polizeihund) (vgl. Braun 1998: 170). Besonders häufig werden Komposita in Zeitschriften und Zeitungen verwendet, da durch diese längere Phrasen ersetzt bzw. Informationen komprimiert werden können. Inhalte von Artikeln werden in wenigen Wörtern als Überschrift zusammenfasst (vgl. Mailänder 2000: 12).
Nicht nur aus deutschem Sprachmaterial, sondern auch unter Zuhilfenahme von fremdem Sprachmaterial können Komposita gebildet werden. Besteht ein Kompositum aus einer deutschen und einer fremdsprachlichen Konstituente, spricht guy von Mischkomposita. Hier wird deutlich, dass der deutsche Wortschatz auch von fremden Sprachen beeinflusst wurde und wird, used to be folgende knappe Skizzierung von Entlehnungsphasen zeigt:
Zu Entlehnungen aus dem Lateinischen ins Deutsche kam es während der Christianisierung im Zuge des Humanismus. Entlehnungen aus dem Französischen traten im 17. und 18. Jahrhundert im höfischen Mittelalter auf. [...]

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By Stephan Wrycz

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, notice: 1,3, Universität Koblenz-Landau, Veranstaltung: Lyrik des Barock, 20 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Wendet guy sich dem lyrischen Werk von Andreas Gryphius zu und betrachtet die Sekundärliteratur, so fällt auf, dass es vor allem die Sonette sind, die Aufmerksamkeit erregt haben. Seine Oden waren nur in einem begrenztem Umfang Gegenstand literaturwissenschaftlicher Betrachtung. Die vorliegende Untersuchung wendet sich dieser vernachlässigten Gattung zu, beschränkt sich jedoch auf die pindarischen Oden im lyrischen Werk von Andreas Gryphius. Die Untersuchung erfolgt anhand von zwei repräsentativen pindarischen Oden, der ersten Ode des ersten Odenbuchs „Der Herr hat mich verlassen.“ sowie der ersten Ode des zweiten Odenbuchs „Psal. LXX. v. 20. Quantas ostendisti mihi tribulationes multas & magnas, & conversus vivificasti me!“ . Auffälligstes Merkmal der pindarischen Ode ist ihre äußere Gestalt mit der Dreiteilung in Satz, Gegensatz und Zusatz. Ob und wie diese äußere shape mit dem Inhalt korrespondiert ist Gegenstand der Untersuchung.

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